Kulturelle Aspekte in der psychosomatischen Medizin

Heft 2/2014 der „Ärztlichen Psychotherapie“ mit dem Schwerpunkt „Kulturelle Aspekte in der psychosomatischen Medizin“

Der Inhalt des Heftes geht ein auf die große Gruppe der in Deutschland lebenden Personen mit Migrationshintergrund. Dabei geht es um 20% aller in Deutschland lebenden Personen. Eingeschlossen sind solche, die selbst zugewandert sind (etwa 2/3) und solche von denen mindestens ein Elternteil zugewandert ist oder die als Ausländer in Deutschland Geborenen. Neben dieser Klärung zum Begriff „Migranten“ gibt das Heft viele allgemeine Anregungen z.B. die zu einer kultursensitiven Sichtweise auf die psychischen Probleme dieser Patienten und Patientinnen. Es sind Aspekte, die von ärztlicher Seite z.B. bei der Anamneseerhebung zu berücksichtigen sind.

Weiter geht es um die Einflüsse der Kultur und der Migration auf das Krankheitserleben und das Inanspruchnahmeverhalten und schließlich die Interaktion des Patienten/der Patienten mit seiner/ihrer Familie sowie die Interaktion mit dem Behandelnden. Diese Aspekte werden von der Schriftleiterin des Heftes, Frau Yesim Erim, herausgearbeitet und in einem eigenen Beitrag zur interkulturellen Öffnung am Beispiel des LVR-Verbundprojektes Migration vertieft. Weitere Beiträge zum Schwerpunktthema beziehen sich auf die Gruppenpsychotherapie mit traumatisierten Flüchtlingen, Suizidprävention bei Frauen mit türkischem Migrationshintergrund und schließlich der Zusammenhang zwischen Migrationserfahrung und Hyperemesis gravidarum (Schwangerschaftserbrechen).

Auch im Sinne anderer Autoren des Heftes lässt sich der Schluss ziehen, dass für eine „gleich gute Behandlung von Migranten Unterschiede zu machen sind, d.h. Kultur und Migration müssen explizit berücksichtigt werden“. Darüber hinaus gibt es Lesenswertes zu weiteren Themen die Psychotherapie betreffend und wie immer finden Sie die Verbandsnachrichten von DGPM und VPK.